Vorfall bei MyDr – Patienteninformation
Das Wichtigste im Überblick
- Der Vorfall ereignete sich beim Softwareanbieter MyDr.
- Uns liegen keine Informationen vor, dass Daten unserer Patienten betroffen sind. Wir haben den Anbieter um eine eindeutige Klärung gebeten.
- Wir veröffentlichen diese Information vorsorglich – damit Sie von uns davon erfahren und wir Ihnen geeignete Schritte aufzeigen können.
- Die Praxen arbeiten wie gewohnt. Termine, Sprechstunden und Buchungen bleiben unverändert.
Was ist passiert?
Am 12. August 2026 bestätigte das polnische Digitalministerium, dass eine unbefugte Person bei MyDr, einem Anbieter elektronischer Patientendokumentation, auf Daten zugegriffen hatte. Tausende Praxen und medizinische Einrichtungen in Polen nutzen dieses System.
Der Vorfall betrifft die Infrastruktur des Anbieters. Unsere Computer, unser Netzwerk und unsere Konten wurden nicht kompromittiert; die Sicherheitssysteme unserer Praxen wurden nicht überwunden.
Was noch ungeklärt ist und warum wir bereits informieren
Der Anbieter hat uns bislang nicht mitgeteilt, ob Daten unserer Patienten betroffen sind. Falls ja, kennen wir den Umfang nicht. Deshalb können wir nicht behaupten, dass Ihre Daten offengelegt wurden. Wir möchten mit der Information aber nicht warten, bis alle Einzelheiten geklärt sind.
Wir möchten, dass Sie von uns davon erfahren – sachlich und mit konkreten Hinweisen, statt aus einer Schlagzeile. Auf dieser Seite veröffentlichen wir weitere Informationen.
Welche Daten möglicherweise betroffen sein könnten
Das Dokumentationssystem enthält die von medizinischen Einrichtungen erfassten Angaben: Vor- und Nachname, PESEL-Nummer, Geburtsdatum, Kontaktdaten, zuständige NFZ-Stelle und Gesundheitsinformationen, einschließlich Terminen und ausgestellten Rezepten.
Wir betonen: Uns liegt derzeit keine Bestätigung vor, dass dies geschehen ist. Wir sprechen offen darüber, weil Sie aus unserer Sicht das vollständige Bild kennen sollten – auch das, was noch ungeklärt ist.
Was dies praktisch bedeuten könnte
Sollten Daten unserer Patienten betroffen sein, besteht insbesondere das Risiko von Betrugsversuchen: Anrufe und Nachrichten, die eine Praxis, Apotheke, den NFZ oder eine Bank vortäuschen. Kennt jemand Ihren Namen und Einzelheiten eines Termins, kann dies glaubwürdig wirken. Bei einer PESEL-Nummer besteht zusätzlich das Risiko, dass jemand versucht, finanzielle Verpflichtungen in Ihrem Namen einzugehen.
Deshalb sind die ersten beiden Maßnahmen unten wichtig: die Sperrung der PESEL-Nummer und Wachsamkeit bei Anrufen und Nachrichten.
Was wir tun
Der Anbieter hat angekündigt, die angeschlossenen Einrichtungen erforderlichenfalls über den Umfang des Vorfalls zu informieren. Wir warten darauf und haben auch schriftlich Auskunft angefordert. Wir verfolgen die Mitteilungen des Anbieters, des Digitalministeriums und der polnischen Datenschutzbehörde UODO.
Unabhängig davon haben wir den Zugang zu unseren Systemkonten abgesichert. Sobald der Umfang feststeht, werden wir beurteilen, ob Patienten unserer Praxen betroffen sind.
Was Sie jetzt tun können
Vier Schritte, die unabhängig von diesem Vorfall sinnvoll sind.
- Die PESEL-Nummer sperren lassen. Dies ist über mObywatel, bei einer Bank, der Post oder der Gemeindeverwaltung möglich und dauert wenige Minuten. Die Sperre soll verhindern, dass Dritte auf Ihren Namen einen Kredit oder Mobilfunkvertrag abschließen. Für eigene Vorhaben können Sie sie wieder aufheben.
- Ihre Daten im staatlichen Dienst prüfen. Auf der Website bezpiecznedane.gov.pl können Sie prüfen, ob Ihre Daten in bekannten Datenlecks auftauchen.
- Bei Anrufen und Nachrichten aufmerksam bleiben. Wenn jemand wegen eines Rezepts, Befunds, einer Nachzahlung oder Datenprüfung anruft oder schreibt, beenden Sie den Kontakt und rufen Sie uns über die Nummer auf unserer Website an. Klicken Sie keine Links in solchen Nachrichten an.
- PESEL-Nummer, Passwort, SMS-Code oder Kartendaten nicht weitergeben. Auch nicht an uns – wir fragen nicht nach solchen Daten.
So erkennen Sie echte Nachrichten von uns
Wir fragen weder per SMS noch per E-Mail oder Messenger nach PESEL-Nummern, Passwörtern, SMS-Codes oder Kartendaten. Wir senden auch keine Zahlungslinks für Termine. Falls Sie eine solche Nachricht angeblich von der Praxis erhalten, antworten Sie nicht und rufen Sie uns an.
Sprechstunden finden wie gewohnt statt
Termine bei Dorota Żółkowska und Tomasz Żółkowski werden telefonisch über die bei den jeweiligen Praxen angegebenen Nummern vereinbart.
Verantwortlich für Ihre Daten ist die Praxis des Arztes, bei dem Sie behandelt werden. Einzelheiten finden Sie in den Datenschutzhinweisen: K. Żółkowski, D. Żółkowska, T. Żółkowski.
Wir informieren vorsorglich, bevor der genaue Umfang feststeht. Sollte sich bestätigen, dass Daten unserer Patienten betroffen sind, werden wir uns bemühen, jede Person einzeln zu benachrichtigen, sofern Kontaktdaten vorliegen, gemäß Art. 34 DSGVO.
Aktualisierungsverlauf
- Ergänzung organisatorischer Informationen für Patienten.
- Ergänzung der Information zur individuellen Benachrichtigung.
Wir ergänzen diese Seite, sobald weitere Informationen vorliegen.